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Als "Galerie" noch nichts mit "Vernissage" zu tun hatte
Günther Zäuner, investigativer Journalist, Krimikenner und Krimiautor, lädt im "Halbseidenen Wien" zu einer Stadtbesichtigung der etwas anderen Art ein: 23 Bezirke, 23 Kriminafälle. Für zarte Seelen: Nein, hier wird nicht 23 Mal gemordet, das Böse oder manchmal auch das etwas schalkhaft Illegale kommen durchaus ohne Blut aus, anämisch aber sind die Geschichten nie!

Klar reizt uns besonders die Geschichte aus dem 2. Bezirk – zwei alte "Galeristen" (Unterweltler), die einander im Café Dogenhof begegnen. Große Lichter waren sie nie, der "Brando", benannt nach Marlon, dem "Wilden", dessen größter Coup darin bestand, bei einer Probefahrt mit der "Maschin" seiner Träume abzupaschen (originellerweise gibt es den Mopedhändler immer noch, genau gegenüber vom Dogenhof... aber der Brando weiß halt, dass die Zeit alle Wunden heilt und die Verjährungsfrist sein Freund ist). Sein Hawara war als Zuhälter ein kleines Licht, auch er war keiner der Großen. Freunde waren sie immer, und beide waren verknallt in das eigentlich einzige "Pferderl" vom Wickerl. Der Brando und das Mädel hatten ein heimliches Pantscherl – und bezahlt hat der Brando nie. Aber das weiß sein Hawara bis heute nicht, weil Männerfreundschaft geht vor Liebesgeschichten.

Die beiden Herren, schon ein bisserl ramponiert, schwelgen in Erinnerungen, als die Unterwelt noch bodenständig und die Galerie noch eine Standesehre hatte. Bevor das internationale Verbrechen Einzug gehalten hat und die Sitten verroht sind. Das waren halt noch Zeiten, mit dem "Gschwinden", dem "Roten Heinzi", den Krista-Brüdern und der "Wilden Wanda". Die ja ganz in der Nähe, in der Rotensterngasse, im Café Stern, Hof gehalten hat und dort manchen Konkurrenten und manchen Kieberer niedergestreckt hat. "Heit is a Buchhandlung drin", "Nau, wauns wer braucht ..."

Und dann kommt die einstige Dritte im Bunde dazu … Eine sehr aktuelle und schöne Geschichte ist im 3. Bezirk angesiedelt. Eine Seniorengang versalzt einem Immobilienhai die Suppe und tut was für Flüchtlinge.

Kriminalgeschichte kann hervorragende Lokalgeschichte sein. Gut recherchiert kann sie tiefe Einblicke in gesellschaftliche Veränderungen gewähren. Das gelingt Günther Zäuner hervorragend. Vielleicht hat ja die oder der eine Leserin/Leser noch ein paar eigene Erinnerungen an die "wilden Zeiten" im Bezirk? Dann könnte das "Halbseidene Wien" ein guter Anlass sein, auch diesen Aspekt der Vergangenheit an die nächste Generation weiter zu erzählen.

Kurt Lhotzky

Günter Zäuner: Halbseidenes. Wien. 304 Seiten, Verlag Federfrei, 12,90 Euro

Augarten
Im April wurde eine parlamentarische Anfrage an den Bundesminister für Wissenschaft, Forschung und Wirtschaft gestellt. Er ist für den Augarten zuständig, da die Burghauptmanschaft den denkmalgeschützten Park verwaltet. Es ging um die 2014/15 verkürzten Öffnungszeiten und das vom 10. - 11. September im Augarten geplante Erntedankfest der JungbäuerInnen. Auf-grund von Bauarbeiten kann es heuer nicht am Heldenplatz stattfinden.

Letztes Jahr kamen zu dem Fest ca. 300.000 Menschen. Der Augarten ist für viele AnrainerInnen ein Naherholungsgebiet, daher ist fraglich, ob eine so große Menschenansammlung dem Park zuträglich ist, ob mögliche Schäden leicht auszugleichen sind.

Im Mai gab es Gespräche mit der Bezirksvorstehung und den JungbäuerInnen. Die aktuelle Planung schaut so aus, dass das Fest im Augarten abgehalten wird, aber die JungbäuerInnen versicherten, dass es wesentlich kleiner mit weniger Events werden wird.

Bleibt abzuwarten, was sich im Herbst tatsächlich abspielen wird, ob es ein Verkehrschaos geben und ob die Schönheit des barocken Augarten beeinträchtigt wird. Vereinbart wurde, dass sich höchstens 10 Fahrzeuge gleichzeitig im Park aufhalten dürfen und der Aufbau des Festes eine Woche vorher beginnt.

Die JungbäuerInnen bemühen sich, dass sie 2017 am Rathausplatz ihr Festl feiern können und haben mit Verständnis auf die Bedenken der BürgerInnen reagiert. Schön wäre es, wenn der Garten wieder ab 6:30 Uhr geöffnet wird.

AL

DIY-Vollmondfeste in der "freien Mitte” des Nordbahnhofgeländes

am Montag, 20.6.2016

und am Mittwoch, 20.7.2016

Bringt Essen, Trinken, Musikinstrumente mit oder was ihr gerne dabeihabt.

Zugang über die Innstraße 16 (Einfahrt zur "Alm”)

Danke, Elisabeth!
Elisabeth Ben David-Hindler stammt aus einer Wiener jüdischen Familie, ihre Großeltern fielen dem Holocaust zum Opfer. Sie studierte Soziologie in Wien und arbeitete 23 Jahre lang als Lehrerin in einer Alternativschule, sowie als Lebens- und Sozi-alberaterin.

In der Dezemberausgabe 2005 des Grätzl-Blattl war zu lesen: "Am 6. November 2005 fand eine der schönsten und wichtigsten Veranstaltungen auf dem Volkertplatz statt, die das Grätzl seit langem gesehen hatte. Die ‚Straße der Erinnerung', eine Initiative von Elisabeth Ben David-Hindler, wurde unter großem Medieninteresse und unter starker Anteilnahme der Bevölkerung feierlich eröffnet. (...) Die ‚Straße der Erinnerung' gedenkt der 5.104 jüdischen Männer und Frauen, die im Volkert- und Alliiertenviertel wohnten, während der Nazizeit deportiert und in diversen Konzentrations- und Vernichtungslagern ermordet wurden."

Elisabeth Ben David-Hindler war die Initiatorin, das Herz und die Seele dieses Projekts, und immer wieder stellte sie auch dem Grätzl-Blattl Texte zur Verfügung, mit denen an ermordete jüdische WienerInnen erinnert wurde. Dank ihrer Initiative konnten dutzende Steine der Erinnerung gelegt und mehrere Straßen der Erinnerung initiiert werden.

"Wir haben es uns zum Ziel gesetzt, der jüdischen Opfer des Holocaust zu gedenken und die Erinnerung an das jüdische Leben und die jüdische Kultur vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten wach zu halten. Dieses Gedenken wollen wir an den Orten, an denen jüdische WienerInnen gelebt haben, durch das Setzen von ‚Steinen der Erinnerung' verankern." So beschreibt der Verein "Steine der Erinnerung" seine Zielsetzungen.

Wie der Verein auf seiner homepage (steinedererinnerung.net) mitteilt, ist Elisabeth Ben David-Hindler am 11. Mai 2016 im Kreise ihrer Lieben verstorben. Ihre Tochter Daliah Hindler hat angekündigt, das Werk ihrer Mutter fortsetzen zu wollen. Erinnern wir uns angesichts der im 2. Bezirk allzu oft anzutreffenden Steine der Erinnerung fortan neben den allzu vielen Opfern des Holocaust auch an die, die diese Erinnerung ermöglicht hat. Danke, Elisabeth!

wg

Anlässlich des 10jährigen Jubiläums des Vereins sind das Buch "10 Jahre Steine, die uns bewegen" und eine CD der Gruppe "Avanim" erschienen, erhältlich u.a. im Literaturbuffet Lhotzky, Taborstraße 28 (Eingang Rotensterngasse).

Das Projekt ist so gut!
Mit diesen Worten zitiert BV Karlheinz Hora im August 2015 die Zustimmung der SPÖ- und der FPÖ-Fraktion im 2. Bezirk zum Projekt "Sky and Sand", mit dem die Donaukanalwiese an der Augartenbrücke verbaut werden soll. Der Gastronom Phi-lipp Pracser plante, auf der Wiese ein Lokal zu errichten. Gegen dieses Vorhaben hat sich letztes Jahr eine Initiative gebildet, die mehrere tausend Unterschriften gesammelt und dem Petitionsausschuss im Rathaus übermittelt hat.

Inzwischen wurde die Eingabe vom Petitionsausschuss des Wiener Rathauses behandelt. Stadtrat Ludwig hielt dabei fest, dass nicht nur die Kaimauern des Donaukanals, sondern auch die Freiflächen unter Denkmalschutz stehen und "für den sensiblen und hochwertigsten Bereich des Donaukanals zwischen Augartenbrücke und Schützenhaus aus Sicht der Denkmalpflege keine raumgreifenden Einbauten und Veränderungen vorstellbar" seien.

Dieser Ansicht schloss sich Vizebürgermeisterin Vassilakou an: Eine Umsetzung des Projekts "Sky and Sand" an diesem Standort sei nicht vorgesehen.

Ob das Projekt damit insgesamt vom Tisch ist, können wir nicht beurteilen, vorstellbar ist immer noch, dass es der Betreiber und seine Unterstützer in der Stadtpolitik an einer anderen Stelle am Donaukanal weiter umzusetzen versuchen werden.

wg

Ein Grätzl feiert sich!
Das Wetter meinte es gut mit uns und schenkte dem Grätzl-Fest am 3. Juni am Volkertplatz einen wunderbaren, sonnigen Rahmen.

"Es sind viel mehr Leute da, als letztes Jahr" meinte ein Besucher. Die Gebietsbetreuung bindet viele Gruppen, Institutionen und Menschen in die Gestaltung des alljährlichen Grätzl-Festes ein und das bringt die BewohnerInnen zusammen. Denn FreundInnen und Familienmitglieder wollen sich den Auftritt ihrer Lieben nicht entgehen lassen. Das Fest wurde maßgeblich vom J.at und dem Verein Piramidops unterstützt.

Hingerissen waren wir vom Auftritt der VolksschülerInnen der Vereinsgasse, die sich mit der Roma-Hymne "Djelem, djelem" in unsere Herzen sangen. Die Europa-Hymne folgte und die schuleigene Hymne der NMS Pazmanitengasse. Der SenorInnen-Singkreis sang mit VolkschülerInnen die "Capri-Fischer". Mitreißende Auftritte boten der Hort der Volksschule Darwingasse sowie die SchülerInnen der Volksschule Novaragasse. Beeindruckend war das Konzert der Schulband des ORG Hegelgasse 14, die mit ihrer Musikauswahl vielen ZuschauerInnen eine kleine Zeitreise in die eigene Jugendzeit bescherten. Die Balkan Girls zeigten eine Tanzchoreographie. Eine türkische Gruppe mit Trommel und Flöte und Moša Šišic und der Gipsy Express sorgten für ausgelassene Stimmung und brachten das Publikum zum Tanzen.

Die Verschiedenheit der auftretenden KünstlerInnen spiegelte wunderbar die Vielfalt des Grätzls wider. Eine Anrainerin brachte es auf den Punkt: "Ich finde das Fest super, weil so viel sichtbar wird." Wenn wir uns selbst an der Nase nehmen und Interesse zeigen für Dinge - Lieder, Bräuche, Tänze, Musik, Menschen - die wir noch nicht kennen, dann fruchten die Ideen eines gemeinsamen Zusammenlebens. Über den eigenen Schatten zu springen und sich unter die tanzenden Menschen zu mischen - das nehmen wir uns für das Grätzl-Fest 2017 vor! gk

Frauenpower am Volkertplatz
Das Projekt Frauentreff feiert heuer seinen 20. Geburtstag, aus diesem Grund machten wir mit der Leiterin des Projektes, Gül, ein Interview.

Frage: Bitte erzähl uns über die Vereinsgründung vom Frauentreff!

Gül: Der Verein Piramidops ist vor 24 Jahren von Lehrerinnen und Schülerinnen der Sonderschule Holzhausergasse gegründet worden, um ein Projekt einzureichen. "Piramidops" steht für die Anfangsbuchstaben der Vornamen dieser Gründerinnen.

Das Projekt Frauentreff startete vor 20 Jahren als Initiative von türkischsprachigen Lernbetreuerinnen der Volksschule Darwingasse und Müttern der Jugendlichen aus dem Jugendzentrum "Alte Trafik" (heute J.at). Diese Mütter mit Migrationshintergrund hatten damals keine Erfahrungen mit Beratungsstellen, sie hatten kaum Kontakt zu deutschsprachigen Menschen. Ich war damals Jugendbetreuerin in der Alten Trafik. Die Frauen haben eine gebraucht, der sie vertrauen und mich gebeten, dass ich ihnen Behördenbriefe übersetze oder dass ich sie bei Amtswegen begleite.

Es war damals noch nicht üblich, dass türkische Mädchen ins Jugendzentrum gehen. Die Eltern waren misstrauisch gegenüber so einer Einrichtung, aber wegen meiner Beratungstätigkeit haben die Eltern mir vertraut, dass unsere Freizeitangebote für ihre Kinder gut sind und ich konnte sie dazu bewegen, dass sie ihren Kindern den Besuch des Jugendzentrums erlauben.

Auch Mütter der Kinder der Volksschule Darwingasse, an der türkischsprachige Lernbetreuerinnen beschäftigt waren, haben diese gebeten, dass sie Amtsbriefe übersetzen. Deshalb sind diese Lernbetreuerinnen, die beide ebenso wie ich Gül heißen, ins Jugendtreff gekommen und haben gesagt, ihr Arbeitgeber duldet es nicht mehr, dass sie ständig neben ihrer Aufgabe, Kinder zu betreuen, Briefe übersetzen. Es war ihnen untersagt, während der Lerneinheiten Türkisch zu reden. Sie sollten nur Deutsch reden.

Und so haben wir das Angebot entwickelt, einen Vormittag in der Woche diesen türkischsprechenden Frauen eine Gesprächs- oder Plauderstunde anzubieten, in der sie auch Briefe mitnehmen konnten, wenn sie Verständnisschwierigkeiten hatten. Das hat gut funktioniert. Es hat sich herumgesprochen und die Frauen kamen in die Alte Trafik, die nur ca. 25 qm2 groß war. Wir haben dann beschlossen, dass wir neben der Beratungstätigkeit auch kleine Deutschübungen in Kleingruppen machen. Wir haben mit den Frauen Dialogsituationen geübt, damit sie Arztbesuche oder Einkäufe selbst erledigen können. So kamen immer mehr Frauen, um an unserem Angebot teilzunehmen.

Wir haben den Frauen empfohlen, in den Orientexpress (Frauenprojekt, damals am Mexikoplatz) zu gehen und dieser wäre auch bereit gewesen, in der Nähe vom Bezirksgericht einen Deutschunterricht zu organisieren, aber die Frauen sind nicht hingegangen. Wir haben lang über die Gründe diskutiert. Sie wollten lieber in ihrer mittlerweile vertrauten Umgebung sein, bildlich gesprochen "haben sie sich nicht getraut über die Straße zu gehen". Sie blieben also bei uns.

In den Lerngruppen hat sich herausgestellt, dass manche Frauen schnell lernen und andere langsamer, manche waren nicht alfabetisiert oder hatten nur drei Jahre die Schule besucht, andere hatten die Mittelschule absolviert und waren jung. So haben wir die Gruppen neu aufgeteilt. Eine von uns hat begonnen, die Frauen zu alfabetisieren, die anderen haben weiterhin deutsch unterrichtet. Das haben wir ca. drei Jahre gemacht.

Dann hat das Jugendzentrum gesagt, nachdem wir schon zwei Vormittage und einen Nachmittag mit diesen Lernangeboten für Frauen ausgefüllt haben, dass wir eigenständig werden sollten, weil die Frauengruppe immer größer wurde. Also haben wir drei Güls einen Antrag beim Integrationsfonds gestellt, dieser wurde genehmigt, so dass wir den Raum am Volkertplatz Nummer 1 mieten konnten. Das war 1998.

Die meisten Frauen, die damals zu uns gekommen sind, wollten schnell Deutsch lernen und dann Arbeit finden, auch wenn es für sie nicht immer leicht war, zu uns zu kommen. Es war ein Thema, ob ihre Familien, insbesondere die Ehemänner und Schwiegermütter ihnen erlauben, zu uns zu kommen. Wir haben Hausbesuche gemacht, um die Ehemänner und Schwiegereltern um Erlaubnis zu bitten. Denn häusliche Gewalt war in vielen Familien an der Tagesordnung und wurde von den Frauen thematisiert. Wir halfen ihnen durch Aufklärungsarbeit und indem wir sie zu Beratungsstellen begleiteten. Wir haben gedacht, in selbstverwalteten Räumen können diese Frauen eine neue Eigenständigkeit entwickeln, wenn sie sich abwechseln, die Räume aufzusperren, aber das hat nicht funktioniert. Die Frauen wollten, dass wir dabei sind, dass die jeweiligen Gruppen angeleitet werden. Wir haben diese Aufgabe dann unter uns dreien aufgeteilt. Wir haben Förderungen vom Integrationsfonds, der heutigen MA 17 und der MA 57 erhalten.

Am Anfang kamen nur türkische Frauen, aber als wir eigene Räumlichkeiten hatten, kamen zunehmend anders sprechende Frauen zu uns, die Deutsch lernen wollten. Die Gruppe hat sich immer mehr gemischt, so dass Frauen aus allen möglichen Ländern zu uns gekommen sind.

Frage: Es werden in euren Räumlichkeiten nicht nur Deutschkurse veranstaltet, sondern welche Aktivitäten finden noch statt?

Gül: Wir haben eine Berufs- und Bildungsberatung, ein Lerncafe, Alfabetisierungskurse in der Muttersprache, wir machen Sozialberatungen. Wir bieten soziale Aktivitäten an, Sportangebote wie Fahrradfahrenlernen. Wir beteiligen uns an einem Gemeinschaftsgarten und einem Nähkurs. Themenspezifische Veranstaltungen und Exkursionen werden gut besucht. Wir organisieren offene Frauentreffs und beteiligen uns an den Veranstaltungen zu länderspezifischen Beiträgen beim Elterntreff und am Grätzlfest. Zur Zeit läuft ein gemeinsames Forschungsprojekt mit dem Institut für Höhere Studien über die Nutzung der City Bikes von Frauen, die bei uns Radfahrkurse besuchten. Es werden Empowerment Workshops für schwarze Frauen mit dem Verein Kida durchgeführt. Es kommen ca. aus 18 Ländern Frauen in den Frauentreff. Durch die mehrsprachigen Beraterinnen im Team können wir in 8 Sprachen Beratung anbieten.

Besonders schwarze Frauen werden diskriminiert und ihnen gegenüber ist der Rassismus besonders stark ausgeprägt. Sie werden von uns bei der Arbeitssuche, Wohnungssuche oder bei Behördenwegen begleitet. Meine Kolleginnen erzählen mir, es handelt sich dabei nicht um versteckte Diskriminierungen, sondern um sehr offen formulierte rassistische Ressentiments, beispielsweise beim Arbeitsmarktservice oder bei Arztbesuchen. Ja das ist erstaunlich.

Frage: Mit welchen Zielen kommen die Frauen in die Deutschkurse? Hat sich da etwas verändert?

Gül: Im Mittelpunkt stand vor 20 Jahren, dass sie Deutsch lernen, um eine Arbeit zu finden, einfach aus dem Haus raus zu gehen, andere Frauen zu treffen oder ihre Kinder besser im Schulsystem begleiten zu können. Dann sind Frauen gekommen, die Deutsch lernen mussten, um die Auflagen der Integrationsvereinbarung zu erfüllen. Sie sind auch gerne gekommen, nur die Angst, die Prüfungen nicht zu schaffen, wovon das Visum abhängig war, hat sie sehr gestresst. Sie haben wirklich weiter gelernt, keine hat gesagt "ich will nicht deutsch lernen". Sie wissen, dass die Sprache wichtig für sie ist, um hier zu leben. Und jetzt haben wir auch gebildete Frauen, zum Teil mit bereits erworbenen akademischen Abschlüssen, aber auch die brauchen einen ersten Zugang zur Sprache, wenn sie wenig soziale Kontakte zu Einheimischen haben. Sie sind oft sehr motiviert, die Sprache zu lernen. Es gibt auch zwei Gruppen mit Frauen aus der Türkei, die noch nicht alfabetisiert sind, weil sie nie die Möglichkeit hatten, eine Schule zu besuchen.

Ob Radfahrkurse oder Gemeinschaftsgarten, es gibt vielsprachige Beratung, Nachmittagstreffs und ein Sprachtandemangebot. Es gibt für Frauen, die spanisch sprechen möchten – mehrheitlich sind in dieser Gruppe Frauen aus Lateinamerika – regelmäßige Treffen. Sie tanzen Zumba (ein Sporttanz zwischen Salsa und Gymnastik) im Jugendzentrum.

Das Alter der Frauen ist sehr unterschiedlich. Wir versuchen als Einrichtung niederschwellig zu sein, das bedeutet, dass die Frauen mit verschiedensten Anfragen an uns herantreten können, ohne dass Termine vereinbart werden müssen. Wir versuchen ihre Bedürfnisse aufzufangen, geben ihnen Antworten oder können ihnen sagen, wo sie zu einem bestimmten Thema ExpertInnen finden, die sie unterstützen. Wir begleiten sie bei Amtswegen.

Frauentreff ist inzwischen am Volkert- und Alliiertenviertel eine unverzichtbare Institution geworden.

Frage: Gibt es Dinge, die euch in der Arbeit auch belasten?

Gül: Ja, die Bürokratie der Fördergeber, die erschöpft uns, macht uns müde. Die Bürokratie nimmt uns sehr viel Kraft und Motivation. Ich meine die Behörden als unsere Finanzierungsgeber, nicht die Behörden, mit denen unsere Frauen zu tun haben – obwohl das auch mühsam ist. Die Ausländergesetze, die ständig verschärft werden, unter denen leiden die Frauen. Das betrübt uns. Es gibt wenig leistbare Wohnungen und zu wenig Arbeitsplätze, die wir den Frauen vermitteln können.

Frage: Was sind für dich erfreuliche Erlebnisse in der Arbeit?

Gül: Die tägliche Begegnung mit den Frauen, die erfreut mich. Erfreulich ist, wenn Erfolge bei Beratungen erreicht werden. Zum Beispiel wenn wir es schaffen, dass wir bestimmte Schwierigkeiten für die Frauen auflösen können oder wenn wir den Frauen Stärke vermitteln können. Unser Ziel ist es, dass die Frauen lernen, sich selbst zu helfen. Und wenn unsere Frauen selbstständig ihr Leben führen können, dann ist das für uns eine große Freude.

AL

Garagen statt Geschäfte
Überall im Bezirk, wo Häuser aufgestockt werden, entstehen zur Zeit Garageneinfahrten.

Das Gesetz sieht vor, daß pro 100 m² neuer Wohnraum ein Garagenplatz zur Verfügung gestellt werden muss. Früher war es sogar ein Stellplatz pro Wohneinheit. Wenn man davon ausgeht, dass noch viele Häuser im Grätzl aufgestockt werden sollen, werden bald alle Gehsteige von Garageneinfahrten unterbrochen sein. Außerdem ist das eine Bedrohung für die Infrastruktur.

Als Beispiel diene das ehemalige Cafe Heine, Heinestraße 39. Obwohl ursprünglich abgelehnt, entstehen anstatt des Kaffeehauses jetzt Garagenplätze, da das Haus um drei Geschosse aufgestockt wird. Die Einfahrt kreuzt einen vielbefahrenen Radweg gleich neben einer Ampelkreuzung. Konflikte sind vorprogrammiert.

Dass es auch anders geht, zeigt das Haus Heinestraße 42. Eigentlich sollte das vielbesuchte Geschäft für asiatische Spezialitäten, das "Rana", einer Garage weichen. Das konnte verhindert werden, die zukünftigen Besitzer der teuren Eigentumswohnungen im Haus bekommen einen Garagenplatz in der neuen Parkgarage Nordbahnstraße zugewiesen. Da ja mehrere Großgaragen im Viertel im Entstehen oder schon vorhanden sind, warum ist das nicht auch für andere Häuser möglich? Prinzipiell stellt sich ja auch die Frage, ob Garagen eine vernünftige Investition in die Zukunft sind.

rs

Großartige Frauen
"Eher sollen 10.000 Arbeiter niedergeschossen werden, ehe ich von meinem Entschluss abstehe" drohte Arbeitsminister Ernst von Schwarzer im August 1848 angesichts der ersten Frauendemonstration gegen Lohnkürzungen.

Zwei Tage später kam es zur "Praterschlacht", einem Schlachten. Als ErdarbeiterInnen Nationalgarde und Sicherheitswache angriffen, reagierten diese mit einer Hetzjagd, an deren Ende 18 Tote und 228 Verletzte zu beklagen waren.

Mit der Erinnerung an diese Frauen beginnt die Sonderausstellung "Großartige Frauen in/aus der Leopoldstadt" im Bezirksmuseum, die am 18. April 2016 eröffnet wurde und bis September zu sehen ist.

Die Widerstandskämpferin Irma Schwager wohnte bis zu ihrem Tod im Alter von 95 Jahren in der Leopoldstadt. Als Jugendliche organisierte sie sich in der sozialistisch-zionistischen "Hashomer Hatzair", trotzte dem Nazi-Terror nach dem Anschluss Österreichs an das Deutsche Reich, aus dem sie bald darauf fliehen musste. In Frankreich entkam sie aus dem Anhaltelager Gurs und arbeitete gegen die deutschen Besatzer. Fast ihre gesamte Familie wurde von den Nazis ermordet. Nach dem 2. Weltkrieg organsierte sich Irma Schwager in der KPÖ und in der österreichischen Frauenbewegung, kämpfte um Gleichberechtigung, für die Fristenlösung und gab ihre Erfahrungen über den antifaschistischen Kampf weiter.

Veza Canettis Roman "Die Gelbe Straße" wurde erst 1990, fast 30 Jahre nach ihrem Tod, veröffentlicht. Die Frauen, die es in die "Gelbe Straße" (Vorbild war die Ferdinandstraße im 2. Bezirk, in der Veza selbst einige Zeit wohnte) verschlagen hat, werden Opfer von Tücke, Gewalt, Geldgier und Geltungssucht.

Lise Meitner war wesentlich an der Entdeckung der Kernspaltung beteiligt, den Nobelpreis für diese Leistung erhielt aber nur Otto Hahn, der mit ihr zusammenarbeitete.

Dr. Manuela Koch hatte die Idee zu dieser Ausstellung und ist auch deren Kuratorin. Bei der Eröffnung betonte sie, dass der Platz für die Sonderausstellung begrenzt ist und daher leider nur wenige Frauen vorgestellt werden können. Und dass "die Frauen [auch heute] noch weit davon entfernt sind, auch bei den Managerposten ein 1:1 Verhältnis [zu Männern] zu haben". Mit dem ehrenamtlich arbeitenden Team des Bezirksmuseums und weiteren HelferInnen hat sie eine sehenswerte Ausstellung geschaffen. wg

Im Hotel
Seit Ende letzten Jahres wohnen 45 unbegleitete, minderjährige Flüchtlinge im ehemaligen Hotel Franzenshof in der Großen Stadtgutgasse, dort werden sie betreut vom Samariterbund. Das Grätzl-Blattl hat die Leiterinnen interviewt.

"Alles, was ich hier erlebe, ist nur ein Spiegelbild von dem, was außerhalb dieser Einrichtung, was allgemein gesellschaftlich passiert", erzählt eine Betreuerin. "Da gibt es Jugendliche die sagen ‚ich möchte Fussballprofi werden' und noch nie gespielt haben. Dann sind da welche, die machen ihren Deutschkurs, die gehen ins Karatetraining, die lernen auch allein. Die weinen, wenn sie einen Test nicht geschafft haben. Die wollen Medizin studieren. Die Jugendlichen sind unterschiedlich, manche sind verlässlich, bemüht, harmoniebedürftig. Manche müssen auch einmal schreien."

Frage: "Woher kommen diese Jugendlichen? Welche Sprachen sprechen sie? Und wie leben sie hier?"

Antwort: "Sie kommen aus Afghanistan, aus Syrien, aus dem Iran, Somalia, Nigeria, Benin, der Russischen Föderation. Sie sprechen Farsi, Dari, Paschtu, Arabisch, Englisch, Somali, Französisch, Russisch, Pipin. Manche von ihnen haben keine Verwandten mehr, manche haben den Kontakt zur Familie verloren, manche schaffen es, per Internet Kontakt zu halten. Wie sie es mit Religion halten, ist ihre Privatsache. Manche gehen in die Kirche, manche in die Moschee, andere nicht, sind weniger gläubig. 45 unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, wie sie offiziell heißen. Und ja, es gibt bereits einen positiven Asylbescheid für einen syrischen Jugendlichen."

Die anderen befinden sich in einem Kartenspiel: "Manche sind noch nicht zum Asylverfahren zugelassen, sie haben eine ‚grüne Karte'. Andere haben eine ‚weiße Karte', mit ihnen hat das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl bereits ein Interview gemacht."

"Zu zweit, zu dritt wohnen sie in den Zimmern des Hotels", sagt eine Mitarbeiterin, "und wenn es um das Zusammenleben in einem Raum geht, werden Wünsche, Vorschläge der Bewohner berücksichtigt. Die Probleme werden diskutiert, es wird argumentiert: ‚Schau, du bist selbst neu, dir würde es auch nicht gefallen, wenn hier jemand etwas gegen dich hätte.' Das praktische Zusammenleben sorgt für das Kennenlernen."

"Im Team haben wir uns darauf geeinigt, dass wir die Jugendlichen auf das Leben vorbereiten, das auf sie zukommt, wenn sie mit 18 das Heim verlassen müssen", erklärt eine Betreuerin. "Das gehört zu unserem erzieherischen Auftrag. Deshalb gibt es Putzpläne, deshalb lernen sie kochen. Auf drei Stockwerken wohnen die Jugendlichen, sie haben dort die Möglichkeit, selbst zu kochen, sie putzen nach Plan sämtliche Räumlichkeiten selbst."

"Die meisten kochen gerne und sehr gut, manche haben bereits Erfahrung in der Zubereitung von Hühnchen, Ei, vielen Gewürzen und selbstverständlich Reis" erzählt die Kollegin. Spätestens vier Monate nach dem 18. Geburtstag müssen die Jugendlichen hier ausziehen, aber "wir bemühen uns, ihnen etwas anderes zu finden."

Frage: "Wie gestaltet sich der Tagesablauf der Jugendlichen?"

Antwort: "Die meisten von ihnen gehen in Deutschkurse, andere in die Schule. Wiederum andere würden gerne zur Schule gehen, ihre Deutschkenntnisse sind aber noch nicht ausreichend. Die Jugendlichen haben keinen Rechtsanspruch auf Schulbesuch, die Schulen stellen Plätze für sie freiwillig zur Verfügung. Wir müssen anfragen, ob sie im nächsten Schuljahr wieder kommen dürfen."

Frage: "Was geschieht außerhalb der Kurszeiten?"

Antwort: "Es werden Workshops angeboten, etwa zum Asylrecht, in Kleingruppen. Dazu sind Inhalte in mehrere Sprachen übersetzt worden. Dann gibt es First Love Workshops, um die Jugendlichen über partnerschaftliche Beziehungen zu informieren. Ein Freizeitteam arbeitet ein Wochenendprogramm aus. Mal backen wir gemeinsam Pizza, mal sehen wir uns einen Film an, basteln etwas. Gestern war eine Kollegin mit ihnen beim Bowling. Dabei bemühen wir uns, mit den Anbietern günstige Preise auszuhandeln. Jetzt haben wir auch ehrenamtliche MitarbeiterInnen, die Deutschkurse machen, unterrichtet wird in Kleingruppen. Bei Schönwetter dominieren Outdoor-Programme. Die Angebote beruhen auf Freiwilligkeit, die Jugendlichen melden sich dazu an."

Kuriositäten zwischendurch. Auf die Frage: "Gibt es NachbarInnen, die schon mal hier vorbei schauen?" und die Antwort: "Da gibt es eine liebe Familie. Die kommen regelmäßig vorbei und bringen Kuchen" folgt der Nachsatz: "Gespendete Lebensmittel dürfen wir nicht an unsere Burschen weitergeben. Sie dürfen den Kuchen nicht essen. Da gilt es rechtliche Vorschriften zu beachten." Aber wer isst dann den Kuchen? Antwort: "Die MitarbeiterInnen, wir. Es ist ja auch wirklich eine liebe Familie. Wir würden die gern näher kennenlernen."

Frage: "Welche finanziellen Unterstützungen erhalten die Jugendlichen?"

Antwort: "Jeden Freitag nach der Grundreinigung und der Vollversammlung gibt es die Geldausgabe für Essen und das Taschengeld. 40 Euro erhalten die Jugendlichen im Monat. Am Wochenende müssen sich die Jugendlichen selbst versorgen, da erhalten sie am Tag 5,50 Euro."

Es ist nicht so leicht für die Jugendlichen, Kontakte aufzubauen, erklärt die Mitarbeiterin: "Die Jugendlichen haben leider kaum Kontakte zu ÖsterreicherInnen. Wir gehen mit ihnen an öffentliche Orte. Sie haben wenig Geld, das macht es schwierig, in Kontakt zu kommen. Für jeden Verein muss man einen Mitgliedsbeitrag zahlen, für Karate, Kickboxen. Und dann braucht man noch Geld für die Ausrüstung. Wir haben drei Computer gespendet bekommen, die funktionieren nicht. Die müssten angeschaut werden. Dann bräuchten wir noch eine dritte Tastatur, eine Maus usw. Wir haben nur einen Fernseher."

Und was wird gebraucht? "Wir haben schon Badehosen bekommen, Badehandtücher brauchen wir noch. Jemand wird ehrenamtlich mit den Jugendlichen am Computer arbeiten, sobald die Geräte funktionieren. Ein Jugendlicher war bei einem DJ-Wettbewerb, der bräuchte ein Mischpult, um weiter zu üben. Jetzt schreiben wir berühmte DJs an in der Hoffnung, dass da irgendwo noch ein altes Mischpult im Keller steht."

Frage: "Nutzen die Jugendlichen auch das Jugendzentrum am Volkertplatz?"

Antwort: "Sie haben es kennengelernt und haben auch eine Aktivität beim Grätzlfest gesetzt, mit einer Maschine Buttons für die Kinder gemacht. Die Jugendlichen sind sehr kinderfreundlich. Fussballschuhe und -plätze, das wäre schön. Sie spielen schon mal im Prater, würden aber gerne mit österreichischen Jugendlichen richtig trainieren. Sie wollen nicht nur Flüchtlinge sein, sondern an der Gesellschaft teilnehmen."

AL

Jane walking
Gleich zwei gemeinsame Spaziergänge durch die Leopoldstadt gab's am Christi Himmelfahrts-Wochenende. Am Donnerstag, 5.5., trafen wir einander am Augartenspitz. Wir, das waren interessierte WienerInnen sowie StudentInnen der Architektur, Stadtplanung etc. aus dem deutschsprachigen Raum, die übers Wochenende zu einem Gedankenaustausch nach Wien gekommen waren.

Dieser Stadtspaziergang fand im Rahmen des "Global Jane's Walk Festival" statt, dessen Konzept so einfach wie überzeugend ist: "Der Jane's Walk ist eine Bewegung von freien, von BewohnerInnen durchgeführten Touren, inspiriert von Jane Jacobs. Diese Stadtspaziergänge bringen Menschen zusammen, die einander Geschichten über ihre communities erzählen, die ihre Städte erforschen und sich so mit den NachbarInnen vernetzen."

Im Mittelpunkt dieser Wanderung stand das Thema "öffentlicher Raum", der Weg führte vom Augartenspitz vorbei an der ehemaligen "Pizzeria Anarchia" zur Kaiserwiese, von dort in den BednarPark und schließlich zum Skaterpark am ehemaligen Nordbahngelände.

An allen diesen Orten stießen wir, mal geplant, mal spontan auf hilfreiche "ExpertInnen", die uns einiges über die Geschichte des jeweiligen Ortes zu erzählen hatten: einen Urban Gardener am Augartenspitz, ehemalige BewohnerInnen und BesucherInnen der Pizzeria, eine Aktivistin der Initiative "Kaiserwiese für alle", eine Bewohnerin des "Wohnprojekt Wien" gleich neben dem Bednar-Park, AktivistInnen der Initiative "Nordbahngelände für alle" am ehemaligen Alm-DIY-Skaterpark.

Zwei Tage später trafen sich wiederum Interessierte, diesmal am Ausgangspunkt Praterstadion, zu einem Stadtspaziergang unter dem Motto "Spekulationsparadies Leopoldstadt". Organisiert wurde dieser Walk von der gleichnamigen Initiative. Aufgesucht wurde zuerst die Krieau/Viertel Zwei, wo öffentlicher Raum in Profit für einige wenige umgewandelt wird. Am letzten unverbauten Gelände der ehemaligen Wilhelmskaserne sollen Eigentumswohnungstürme entstehen, die den BewohnerInnen der bereits bestehenden, geförderten Genossenschaftsbauten die Sicht verstellen und so nebenbei einen der letzten "Stadtdschungel" vernichten werden.

Über den Vorgartenmarkt ging es dann über die - wie der mitmarschierende Verkehrsexperte Stefan ausführte - überdimensionierte Lasallestraße, die wie eine Barriere im Bezirk wirkt, zum Bednarpark, dessen Ausgestaltung als relativ kahle freie Fläche ebenso kritisiert wurde wie die überwiegend unbelebten Erdgeschosse der angrenzenden Neubauten. Umweltexperte Andreas zeigte die unprofessionelle Gestaltung der Schutzzonen für die Wechselkröten auf, während Josef bemängelte, dass die derzeitige Bezirkspolitik zur Stadtentwicklung zum Großteil Wohnen als Ware sehen will, wodurch für sozialen und ökologischen Wohnbau wenig bis kein Platz bleibt.

Auch dieser Spaziergang endete in der freien Mitte, am früheren Alm-DIY-Platz, der bei den AnrainerInnen immer mehr Anklang findet: Beim Lokalaugenschein trafen wir auf spielende Kinder und Jugendliche, zufällig anwesende Erwachsene gesellten sich zu den SpaziergängerInnen und fragten interessiert nach dem aktuellen Stand im Tauziehen um eine weitere Nutzung des Areals nach.

Die Berichte über diese Stadtspaziergänge sind im Internet unter Jane's Walk sowie Spekulationsparadies Leopoldstadt abrufbar.

wg

Kurzmeldungen

Am Gelände Nordbahnstraße 3 vor der Schnellbahntrasse ist auf dem Dach der Tiefgarage ein Park gebaut worden. Obwohl er derzeit noch direkt an eine Baugrube grenzt, noch keinen Namen hat und die offizielle Eröffnung aussteht, wird er schon genützt. Am Konzept haben Kinder und Jugendliche aus den Jugendzentren, das Stadtgartenamt und der Bezirk zusammengearbeitet. U.a. gibt es einen Fußball- und einen Basketballkäfig, einen Jugend- und einen Kinderspielbereich, einen Brunnen und eine Hundezone.

Die Fremdsprachenmittelschule wird mit Beginn des neuen Schuljahres in die Schule in der Pazmanitengasse zurückkehren. Das ist die 3. Schule im Grätzl, die generalsaniert wurde. Wir hoffen, im nächsten Blattl schon von vor Ort berichten zu können.

Ecke Am Tabor/ Taborstraße wird der Dachboden ausgebaut. In die Geschäftsräume der Firma Gschlenk, die im Herbst übersiedelt ist, soll ein SPAR-Supermarkt einziehen. Die Umbauarbeiten haben schon begonnen.

Die Baubewilligung für den Umbau der ehemaligen Simacek-Häuser in der Taborstraße 81/83, deren Abriss nicht zuletzt Dank einer Bürgerinitiative und des beherzten Eingreifens von Herrn Lemberger verhindert wurde, ist erteilt worden. Es sollen dort Wohnungen für Studierende entstehen.

Der traditionelle Sommerausklang des Vereins Grätzl aktiv findet heuer nicht in der Vereinsgasse, sondern auf dem Volkertmarkt statt und zwar am 1. September von 15.00 Uhr - 18.00 Uhr. Außerdem plant der Verein am 29.7. von 19.00 Uhr - 22.00 Uhr ein Picknick bei Kerzenschein am Volkertmarkt.

Zur Neugestaltung der Schulvorplätze im Volkertviertel startete am 30.5. die 2. Phase des Beteiligungsverfahrens. Infos sind im Lokal der Gebietsbetreung am Volkertplatz erhältlich.

Sissi

Mission Impossible?
Schon des Öfteren haben wir über die Schulen im Grätzl berichtet. Sehr oft gaben uns positive Anlässe den Impuls dazu - die Renovierung und Wiederbesiedelung der Volksschule Darwingasse oder die Neubesetzung der Schulleitung in der GTVS Vereinsgasse.

Zweiteres scheint einen frischen Wind in die lokale Pflichtschulszene gebracht zu haben. Das Engagement der Direktorin Gabi Lener zieht weite Kreise. Der große Wunsch nach Veränderung und Weiterentwicklung der Schulstandorte ist in verschiedenen Initiativen sichtbar - sei es der Elterntreff (wir haben berichtet), die Netzwerkarbeit mit Schulen und Vereinen in der Nachbar­In­nenschaft oder die Veränderung des Mehrstufenklassenkonzepts am eigenen Schulstandort, die bereits ab kommenden Herbst in Kraft treten soll.

Letzteres bedeutet, dass es zwar nach wie vor sogenannte Jahrgangsklassen, also Klassen mit Kindern in der selben Altersstufe, und Mehrstufenklassen, Klassen mit Kinder unterschiedlicher Altersstufen geben wird. Allerdings wird das Mehrstufenkonzept dahin gehend verändert, dass nicht mehr wie bisher Kinder ab dem Vorschulalter (0. Schulstufe) bis zur Absolvierung der vierten Schulstufe gemeinsam eine Klasse besuchen werden, sondern es Klassen für Kinder von der 0. bis zur 3. Schulstufe und für die 4. bis zur 6. Schulstufe geben soll. Angelehnt an das Konzept einer gemeinsamen Schule für 6- bis 12-Jährige, das in Österreich seit vielen Jahren immer wieder andiskutiert wird, entsteht hier eine Kooperation mit der Neuen Mittelschule (NMS) Pazmanitengasse.

Diese Veränderung soll die frühzeitige Entscheidung für eine weiterführende Schule - NMS oder AHS - und die damit einhergehende starke soziale Aufdröselung der SchülerInnen verhindern. "Kinder aller Leistungsniveaus innerhalb und außerhalb des Regelschullehrplans sind willkommen und erhalten ihren Bedürfnissen und Ansprüchen entsprechende Förderung" schreibt Gabi Lener auf der Internetseite ihrer Schule.

Eine bunte Durchmischung der Kinder gemäß ihrer sozialen Herkunft ist die Vision, die Lener und ihre MitstreiterInnen in die Wirklichkeit umsetzen wollen. Ein weiterer Versuch, der in die selbe Richtung drängt, scheint vorerst nicht geglückt zu sein. Um eine Durchmischung der Volksschulen Vereinsgasse, die einen sehr hohen Anteil von AkademikerInnenkindern mit Deutsch als Erstsprache hat, und der Volksschule Darwingasse, deren SchülerInnen fast ausschließlich eine andere Sprache als Deutsch als Erstsprache haben und häufig aus bildungsfernen Familien kommen, voran zu treiben, wurden einige zukünftige TaferlklasslerInnen von der GTVS Vereinsgasse ab- und der VS Darwingasse zugewiesen. Leider mit dem Effekt, dass kaum eines dieser Kinder tatsächlich ab Herbst SchülerIn der Darwingasse sein wird. Zu groß scheint die Befürchtung der Eltern, dass der hohe Anteil an Kindern mit Migrationshintergrund negative Auswirkungen auf die Schullaufbahn ihres Kindes haben könnte. Unabhängig davon, ob dies ein durch Studien erwiesener Fakt oder ein Gerücht ist, das sich hartnäckig hält, ist es wichtig wahrzunehmen, dass wir in einer diversen Gesellschaft mit unterschiedlichen kulturellen und ethischen Hintergründen leben und dadurch sehr viel Bereicherung und neue Perspektiven erfahren können. Dass diese Unterschiedlichkeit häufig von sozialen Unterschieden begleitet wird, ist das, woran es zu arbeiten gilt. Sozialer Aufstieg ist nur möglich, wenn alle Kinder die selben (Bildungs-)Möglichkeiten bekommen. Und damit ist nicht nur gemeint, dass Kinder mit Migrationshintergrund gemeinsam mit Kindern, die Deutsch als Erstsprache haben, lernen können, sondern dass auch Zweitere die Chance bekommen mit und von Kindern zu lernen, die bereits in jungen Jahren Wissen und Erfahrungen aus unterschiedlichen Kulturen mitbringen.

gk

Themenmarkt und Swinging Volkert
Lust, einmal einen eigenen Flohmarktstand zu betreiben?

Jede, die sich anmeldet, darf dreimal jährlich für nur Euro 1.- pro Laufmeter mitmachen. Obst, Gemüse und deren verarbeitete Endprodukte sind an jedem 2. Samstag im Monat willkommen. Die angebotene Ware sollte zum Thema passen. Ab 10.30 Uhr gibt es ein Rahmenprogramm. Es gilt die Marktordnung. Der Themenmarkt beginnt um 10.00 Uhr und sperrt um 13.00 Uhr.

Am Stand der Grätzldelegierten gibt es aktuelle Infos und man kann Wünsche, Beschwerden und Anregungen loswerden oder einfach nur gemütlich plaudern.

Info und Anmeldung: 0664 275 14 92 (nachmittags) oder

Themenmarkt@yahoo.com Im Anschluss an den Themenmarkt sammelt Charly seine Musikerfreunde und -innen um sich und unterhält mit Swinging Volkert bis zum Abend. Das jeweilige Programm finden Sie auch im Internet, wo man sich auch anmelden kann, wenn man mitmachen will. Swinging Volkert

Urban gardening

Es ist ein schöner Abend; wir schauen noch im Garten vorbei. Kinder spielen, dort wird grad gegossen, ein junger Mann gräbt Paradeispflanzen ein, die Rosen am Zaun sind heuer wirklich prächtig geworden, zwei Frauen stehen an der Kräuterspirale und kramen in altem Kräuterwissen: "das hat meine Oma auch immer…", am Insektenhotel ist noch nicht viel los - muss sich erst herumsprechen. Der Garten Samba ist wirklich eine Idylle so mitten im dicht verbauten Gebiet in der Marinelligasse. Dabei waren die Anfänge nicht so einfach: Vereinsgründung, Wasseranschluss, Beetverlosung, aber inzwischen hat sich das gut eingespielt. Es ist ein friedlicher Ort und ein buntes Miteinander in den Beeten und um sie herum.

Drei Frauen jäten Unkraut Am Tabor. Ein Passant: "Macht ihr das freiwillig?" Ja, wir machen das freiwillig. Uns hat das Hundeklo am Spitz nicht gefallen und so haben wir mit Hilfe der Gebietsbetreuung, der "Gesunden Leopoldstadt" und des Stadtgartenamtes zu garteln begonnen. Nicht nur wir freuen uns an den Sonnenblumen, den blühenden Kräutern und Blumen. Ein Schulkind beobachtet uns: "Aber den Strauch schneidet ihr nicht weg!" "Nein, wir schneiden da nur ein bisschen zurück" "Na, dann ist's gut! Weil wenn's mir nicht so gut geht, dann streichel ich ihn und dann riecht er so gut!" Zitronenmelisse. Wenn noch wer mitmachen will, gerne! (Kontakt über die Gebietsbetreuung oder die Redaktion)

Sissi

Volkertplatz Kadının Gücü
Bir kadın derneği olan "Kadınların Buluşma Derneği (Projesi) = (Frauentreff)” kuruluşunun 20. Yılını kutluyor. Bu nedenle, projenin görevli sorumlusu Gül ile bir röportaj yaptık.

I: Lütfen bize, Kadınlar Derneği üzerine anlatır mısınız?

G: Piramidops Derneği 24 yıl önce, bir projeye ulaşmak için Holzhausergasse'deki Sonderschule'nin öğretmenleri ve öğrencileri tarafından kuruldu. "Piramidops” adını, bu derneği kuranların adlarının baş harflerinden alıyor.

Dernek (Frauentreff) 20 yıl önce, Darwingasse'deki İlkokul'da Türkçe konuşan yardımcı eğitmenlerin, annelerin ve Gençlik Merkezi'ndeki (Jugendzentrum "Alte Trafik”) gençlerin başlattığı bir inisiyatiftir (bugün J.at). O zamanlar bu anneler Bilgilendirme Kurumları'ndan haberdar değildi ve Almanca konuşan çevre insanlarıyla hiçbir ilişkileri yoktu. Ben o dönem Alten Trafik'teki Gençlik Merkezi'nde çalışıyordum. Kadınlar güvenebilecekleri birini arıyorlardı ve bu nedenle bana, devlet kurumlarından gelen mektupları tercüme etmemi ve devlet dairelerine birlikte gitmem için rica ediyorlardı.

O zamanlar Türkiyeli kızların Geçlik Merkezlerine gitmeleri alışılmış bir şey değildi. Anne ve babalar, çocuklarının bu tür yerlere gitmelerine kuşku ile bakıyorlardı. Fakat benim onların çocuklarına yardımcı olacağıma güvendikleri için, bizim çalışmalarımızın onların çocukları için iyi olacağına inandılar ve çocukların Gençlik Merkezlerine gelmelerine izin verebildiler.

Darwingasse'deki İlkokula giden çocukların anneleri de, orada çalışan Türk­çe eğitim yardımcılarına, devlet dairelerinden gelen Almanca mektupları tercüme etmelerini rica ediyorlardı. Adları benim gibi Gül olan oradaki iki yardımcı eğitimci Gençlik Merkezine geldiler ve kendi şeflerinin onlara, çocuklarla çalışmak dışındaki tercümanlıklara müsamaha etmeyeceklerine söylediler. Onlara, ders çalışması sırasında çocuklarla Türkçe konuşmaları yasaklanmıştı. Sadece Almanca konuşulacaktı.

Bunun sonucu olarak biz bu düşünce üzerine durduk ve haftada iki saat, Türkçe konuşan kadınlarla buluşarak konuşmayı ve sohbet etmeyi önerdik. Böylece bu buluşmalara, anlamadıkları mektupları da tercüme etmek için getirmiş olurlar. Bu iyi işledi. Bu durum çevreye duyuruldu ve 25 qm2 büyüklüğündeki Alte Trafik'e kadınlar gelmeye başladı. Bunun üzerini biz, gençlerle çalışmamızın yanında, gelen kadınlara küçük gruplar halinde Almanca öğretmeyi kararlaştırdık. Doktora giderken veya alışverişte kendileri konuşsunlar diye, insanlarla diyalogun nasıl kurulabileceğini çalıştık. Bundan dolayı gelen kadınların sayısı gittik­çe çoğalmaya başladı.

Biz kadınlara, bir Kadın Projesi olan Orientexpress'e gitmelerini (o zaman Mexikoplatz'taydı) önerdik. Çünkü bu kurum, mahkeme binasının yanında Almanca kursu vermeyi planlıyordu, fakat kadınlar oraya gitmediler. Nedenleri üzerine uzunca tartıştık. Onlar, güven hissettikleri kendi çevrelerinde kalmayı istiyordu, sokağa çıkma cesaretleri yoktu. Böylelikle bizde kaldılar.

Bizdeki kursta fark ettik ki, bazı kadınlar hızlı bazıları yavaş öğreniyor, bazılarının ise okumayazması yoktu veya sadece üç yıl okula gitmişlerdi, bazıları Ortaokulu bitirmişti ve gençti. Bu nedenle biz kadınları yeniden gruplandırdık. Birimiz bir gruba alfabeyi öğretiyordu, diğerimiz ise Almanca öğretiyordu. Yaklaşık üç yıl sürdü.

Sonra gençlik Merkezi bize şunu söyledi: Madem haftada öğlen öncesi iki, öğlen sonrası bir kurs veriyorsunuz, o halde kendi başınıza bir proje yapın, çünkü katılan kadınların sayısı çoğalıyordu. Bunun üzerine biz üç Gül olarak Integrationsfonds'a başvurunca kabul gördü ve böylece biz Volkertplatz 1 numaradaki bu yeri tuttuk. Bu 1998 yılıydı.

Bize gelen kadınların çoğu – bize gelmeleri bile onlar için kolay değildi – hızlıca Almanca öğrenmeyi ve hızlıca iş bulmayı istiyordu. Bu kadınlar açısından zor durum şuydu: Bize gelmelerine aileleri, eşleri veya kaynanaları izin verecek miydi? Çünkü kendilerine karşı her gün şiddet uygulandığını kadınlar bize anlatıyordu. Bu nedenle biz, eşlerinden ve kayınanne ve babalarından izin almak için onların evlerini ziyaret ettik. Böylelikle onları derneğimize getirerek yardımcı olmaya çalışıyorduk. Biz şunu düşündük: Farklı ve ayrı bir mekân, bir değişiklik bu kadınlarda kendine güveni geliştirebilir. Fakat düşündüğümüz olmadı. Bu kadınlar bizimle olmayı ve aynı grupta kalmayı istiyordu. Bu görevi biz kendi aramızda üçe ayırdık. Maddi desteği de Integrationsfonds, MA 17 ve MA 57'den aldık.

Başlangıçt sadece Türkiyeli kadınlar geliyordu. Kendi yerimizi aldıktan sonra başka dillerden de kadınlar Almanca öğrenmek için geldi. Böylece günden güne değişik ülkelerden katılanlar katıldı.

I: Sizin Almanca kursları dışında da aktiviteleriniz var. Nelerdir?

Bizim bir meslek ve eğitim danışmanlığımız var, bir Öğrenim kahvemiz, anadilde okumayazma kursumuz var ve sosyal bilgilendirmeler yapıyoruz. Sportif aktivitelerimiz de var, örneğin bisiklet sürmeyi öğrenmek. Bir kolektif bahçede varız ve dikiş kursumuz var. Özel konulu etkinliklerimize ve turlarımıza katılım çok yüksektir. Başka kadınlarla buluşmaları organize ediyoruz, ebeveynlerin buluşmalarına ve Volkertplatz'taki çevre festine (Grätzlfest) katılıyoruz. Şu anda bizde bisiklet kursuna katılan kadınların Şehir Bisikletlerinden (City Bikes) yararlanmaları için Yüksek Öğrenim Enstitüsü ile bir araştırma projemiz var. Kida Derneği ile Afrikalı kadınlar için Güçlendirici Eğitim içerikli (Empowerment Workschops) bir çalışmamız var. Farklı diller üzerine bilgilendirmeler yapıyoruz, Afrika'dan ve Latinamerika'dan kadınlar da var. Kadınların buluşmasına yaklaşık 18 ülkeden kadınlar geliyor. 8 dilde bilgi veriyoruz.

En çok dışlanan kadınlar, siyahlardır ve ırkçılık onlara karşı daha koyu işliyor. Ev ve iş aramada veya devlet dairelerinde yardımcı olmak için refakat ediyoruz. Arkadaşların anlattıklarına göre, Afrikalı kadınlara karşı artık kapalı tarzda değil, açıktan ırkçılık yapılıyor, örneğin İş Dairesi'nde (AMS) ve Doktorda. Üzücü şeyler.

I: Kadınlar hangi amaçla Almanca kurslarına geliyor? Değişen bir şeyler oluyor mu?

G: 20 yıl önceki amaç, Almanca öğrenerek bir iş bulmak ve böylece mahkûm olduğu evin dışına çıkmak, başka kadınlarla buluşmak, bazıları da okul seçiminde çocuklarına yardımcı olmaktı. Sonra vatandaşlık ve oturum için zorunluluğu ve korkusundan dolayı Almanca öğrenmeye gelenler vardı. Bunlar gerçekten iyi öğrendiler ve "ne için öğreneyim ki” diyen olmadı. Burada yaşamak için Almanca'nın önemli olduğunu onlar da biliyor. Eğitim almış ve akademiker olan kadınlar bile, sosyal ilişki kurmak için bizde Almanca öğreniyorlar. Çok da isteklidirler. Türkiyeli kadınlardan okumayazması olmayan iki grup var, çünkü Imkânları olmadığı için okula gitmemişler.

Bisiklet kursu veya kolektif bahçede olsun, çok dilli bilgilendirmemiz var, öğlen sonrası buluşmalarımız ve dil imkanlarımız (Sprachtandemangebot) var. İspanyolca konuşan ve daha çok da Latinamerike'dan gelmiş olan kadınların buluşması var. Bunlar Gençlik Merkezi'nde Zumba dansı (spor dansı jimnastik) yapıyorlar.

Kadınların yaş oranı çok farklıdır. Biz kadınların çok değişik sorunlarından dolayı her hangi bir randevu yapmadan bize gelmeleri için uğraşıyoruz. Biz onların ihtiyaçlarını karşılamaya, sordukları her soruyu ya kendimiz cevaplıyoruz, ya da nerde cevap alabilecekleri konusunda bilgilendiriyoruz. Kurumlara gidişlerde eşlik ediyoruz.

Bu arada, Volkert- ve Aliiertenviertel Kadınlar Buluşması (Frauentreff) çok önemli bir kurum olduğunu söylemeliyim.

I: İş yerinde zorluklarınız var mı?

G: Evet, bizi helak eden ve yoran şey, bize para desteği sunan kurumların çıkardığı bürokratik zorluktur. Bürokrasi bizden çok güç ve motivasyon alıyor. Yani esasta bizim kontakta olduklarımızı değil, finansmanı sağlayan kurumlar. Durmadan sertleştirilen Yabancılar Yasasından en çok acı çeken kadınlardır. Kirası ödenebilir konut sayısı çok az, kadınlara gönderebileceğimiz iş imkânları çok az.

I: Senin için iş yerinde sevindirici olan nedir?

G: Beni sevindiren şey, her gün kadınlarla karşılaşmamdır. En sevindirici olan ise, başarılar elde etmemizdir. Örneğin kadınlar için her hangi bir zorluğu aşabildiğimiz veya kadınların motivasyonuna güç kattığımız zaman çok seviniyoruz. Bizim hedefimiz, kadınların hayatı anlamaları ve kendi kendilerine yardım etmeleridir. Ve kadınlarımız kendi yaşamlarına bizzat kendileri yön verebilirlerse, bu bizim için en büyük sevinç kaynağıdır.

AL, Übers.: Ozan

Vom Umgang mit Minderheiten
Offene Redaktionssitzung vom Grätzl-Blattl, wir sprechen über anstehende Lokalnachrichten. An der Nordbahnstraße 3 ist der Spielplatz fertig, jedenfalls bereits im Betrieb. Informell, die offizielle Eröffnung folgt noch. Hinter dem Spielplatz lässt ein privater Investor ein Studierenden-Wohnheim entstehen, das größte der Stadt mit Mietapartments für 700 Menschen. Wir sprechen über den Boom an Wohnheimen, die der Inbetriebnahme des Wirtschaftscampus am Weltwirtschaftsplatz 1 folgen, über die Preise in diesen betriebswirtschaftlich gewinnbestrebten Absteigen. Ich soll was dazu schreiben.

Ich wechsle die Perspektive und begebe mich unter die Studierenden. Ein Viertel von ihnen muss mit weniger als Euro 730,-- pro Monat durchkommen, durchschnittlich sind es 1.130,--. Gemeint sind damit Geld und in Geld verwandelte "Naturalien". Eine Minderheit von acht Prozent der Studierenden verfügt über mehr als 2.000,-- monatlich. Und nur neun Prozent der Studis wohnen in StudentInnen-Wohnheimen.

Ausgestattet mit diesem Basiswissen sehe ich mich nach einem Zimmer in einem Wohnheim im Bezirk um. Das "Haus Niederösterreich 1" der Jungarbeiterbewegung existiert seit 1978, hier gibt es Zimmer ab 260,-- Euro, das entspricht heutzutage einem "billigen" Zimmer in einer Wohngemeinschaft. Bei home4students in der Großen Schiffgasse, von der Österreichischen Studentenförderungsstiftung betrieben, wird es bereits teurer, mensch kann mit 400,-- Euro rechnen. Zweck der Organisationen, die solche Häuser betreiben ist es, Studierenden leistbaren Wohnraum zu bieten.

Wohnraum bietet die Webster Uni, die sich an der Praterstraße niedergelassen hat, indem sie in der Heinestraße das Hotel Augarten zum Wohnheim uminvestiert hat. Bei Bettenpreisen von 720,-- bis 900,-- Euro herrscht fürs erste Studienjahr hier Wohnpflicht. Für die Studis scheint's kein finanzielles Problem zu sein, abends hängen sie in den Lokalen um die Uni ab. Die Webster ist eine Elite-Privatuniversität. Ich wechsle die Perspektive.

Dem Bau des Campus der Wirtschaftsuni folgt der Bau des SFU Campus Prater der Sigmund Freud-Privatuni. An der Wirtschaftsuni kaufen sich Investoren die Studierenden. Die büffeln im OMV-Hörsaal oder der Red Bull-Lounge. Dem Unibauboom folgt der Wohnheimbauboom. Die Unis sind Campi, die Heime Apartmenthäuser, Studios. Die Preise liegen zwischen 500,-- und nach oben offen.

Geboten wird das Leben im Hotel, jedenfalls laut Prospekt. Vom Wäschewaschen bis zur Tiefgarage, vom Fitness-Studio bis zum Scout, der den Ortsunkundigen weiterhilft, und natürlich die Uni-, die Praternähe. Kostet alles, weil's ja Projekte von Investoren sind, und die möchten auf ihre Kosten kommen.

Scheinbar spatenstechende Investoren grinsen in Kameras und schwärmen von tausenden Arbeitsplätzen, die sie schaffen. Zwischen ihnen grinsende, scheinbar spatenstechende Politiker loben die private Initiative, die hier wertvollen Wohnraum schafft. Der dringend benötigt wird.

Der dringend benötigte Wohnraum wird so nicht geschaffen, denn der hängt vom Einkommen ab. Aus der Perspektive der allermeisten Studierenden verschlingt der Preis für ein Zimmer im Wohnheim unternehmerischen Typs mehr als die Hälfte des Budgets oder mehr. Das sind auch diejenigen, die im Durchschnitt 20 Stunden die Woche lohnarbeiten müssen, um ihr Studium zu finanzieren. Hier wird "wertvolles", nämlich teures Wohnen geboten. Wohnprogramm für eine Minderheit unter den Studierenden. Wertvoll für die Investoren.

wg

Westafrika im J.at
Wer hat in der Schule aufgepasst? Kennt die Namen der Könige des Gana- und Mali-Reiches? Wann wurde in Westafrika die erste Verfassung erlassen? In welcher Sprache wirst du unterrichtet: In Bambara oder Hausa?

Am 4. April 2016 erhielten wir Einblicke in das Leben in Mali, Senegal, Guinea Conakry. In all diesen Ländern wird - neben vielen lokalen Sprachen - Bambara in unterschiedlichen Dialekten gesprochen; ist die Amtssprache französisch; gibt es zwei Bildungssysteme: das europäische, in dem die europäische, nicht aber die Geschichte des eigenen Landes gelehrt wird; und das arabische. Wer arabisch in Wort und Schrift beherrscht, gilt als Analphabetin, ebenso, wer eine oder mehrere der vielen Sprachen des eigenen Landes spricht.

Entstanden sind diese Länder auf Beschluss europäischer Herrscher bei der Berliner Konferenz 1884/85. (West-)afrika wurde per Federstrich "französisch", "britisch", "deutsch". Die Geschichte dieser Weltgegend, in der es bereits im 5. Jahrhundert ein ausgedehntes Reich gab, das im 13. Jahrhundert eine Verfassung und föderale Strukturen erhielt, wird seither ignoriert - selbst in westafrikanischen Schulen.

Im 13. Jahrhundert war Mansa Moussa, König des Mali-Reiches, der reichste Mann der Welt, er schwamm in Gold. Araber brachten neben dem Islam auch den Sklavenhandel nach Afrika. Die Europäer taten es ihnen nach und verschleppten zwischen 6 und 20 Millionen Menschen nach Amerika. Deren Arbeitskraft war eine der Grundlagen für den Siegeszug des Kapitalismus. Eine andere sind afrikanische Rohstoffe wie Gold, Kautschuk, Tropenhölzer, Platin, Coltan usw. Der Reichtum Europas ist die Armut Afrikas.

Erst in den 1950er/1960er Jahren wurden die (west-)afrikanischen Länder unabhängig, die europäischen Einflüsse blieben: Korruption, Patronage ("Parteibuchwirtschaft"), Kapitalflucht. Die bedeutet, dass ausländische Firmen den Wohlstand aus einem Land ziehen, ohne dafür auch nur Steuern zu bezahlen.

Initiativen der Weltbank und des Internationalen Währungsfonds werden in Westafrika kritisch betrachtet, sie sind immer mit Auflagen verbunden, die sich gegen die Ärmsten richten. Entwicklungszusammenarbeit bedeutet allzu oft, dass europäische Staaten mehr aus einem afrikanischen Land rausholen, als sie an "Hilfe" gewähren. Viel wichtiger sind dagegen die Überweisungen nach Hause von AfrikanerInnen, die in Europa oder Amerika leben und arbeiten.

Damit ist das Thema Migration angesprochen. Ein zunehmend wichtiger Grund dafür ist die Klimaveränderung, wegen der Trockenheit verlassen Menschen aus Nordmali ihr Zuhause, ein Viertel der Bevölkerung lebt im Ausland - der größte Teil davon in afrikanischen Ländern.

Und ja, immer noch gibt es weibliche Genitalverstümmelung, auch wenn dagegen Kampagnen durchgeführt werden, immer noch sind Frauen in der Politik unterrepräsentiert. Allerdings ist es ein afrikanisches Land, nämlich Ruanda, in dem es weltweit die meisten weiblichen Regierungsmitglieder (63%) gibt.

Und die Stoffe, in die sich westafrikanische Frauen kleiden, so sie genügend Geld dafür haben, die kommen aus Lustenau, Österreich.

Im J.at vermittelte uns die Referentin Mariam einen neuen Blick auf die Welt, den einer afrikanischen Frau. Mariam ist in Mali aufgewachsen, hat in Bamako Jus studiert, in Wien Internationale Entwicklung und ist zur Zeit in zwei Programmen (Diplom und Master in Politikwissenschaft und Rechtswissenschaften) eingeschrieben. Sie ist Referentin und internationale Vortragende zu den Themen Entwicklungsstrategien, Internationale Politik, Women and Youth Empowerment und damit genau die Richtige für diesen Abend. Sie kocht hervorragend, wovon wir uns nach dem Vortrag überzeugen durften. Und sie war eine wichtige Stütze beim Grätzl-Fest.

Der gesamte Vortrag von Mariam ist hier abrufbar.

wg

Zum Badeschiff!
Wer in der Stadt lebt, darf auch manchmal träumen: Von der wärmeren Jahreszeit, von ausgedehnten Au-Spaziergängen, vom Baden im Donauwasser. Letzteres war vor 150 Jahren unweit der damals noch unbebauten Volkertgründe möglich.

Die Donau reichte mit ihren naturbelassenen Armen bis an die Linie Augarten, am Tabor, Nordbahnstraße und im Flusswasser lagen etliche Badeschiffe gegen die Strömung vor Anker. Badeschiffe, das waren floßähnliche Schwimmvorrichtungen mit beckenförmigen Aussparungen in der Mitte, nach unten zum Donauwasser hin offen und mit Körben gesichert. Die Badekabinen waren üblicherweise zwischen Becken und Schiffsrand aufgebaut.

Diese Orte boten den Kulturmenschen Wiens ein romantisches, sicheres und allgemein toleriertes Badevergnügen, wohingegen das freie Baden in der Donau lange Zeit aus Sittlichkeitsgründen bei Androhung von Strafe verboten war.

Die "Ferdinand-Marien-Donau-Schwimm- und Badeanstalt am Tabor nächst dem k.k. Augarten” wurde ursprünglich als Frauenbad errichtet, nachdem 1831 auch Frauen die Genehmigung zum Schwimmen erhalten hatten. Später wurde ein Männerbereich angebaut. Hier ein Werbeartikel über dieses Bad aus der "Wiener Theaterzeitung” vom 13. Juli 1933:

Das Ferdinand- und Marien- Donau-Bad am Tabor nächst dem k. k. Augarten gewinnt mit jedem Jahre eine größere Wirksamkeit und findet besonders in der gegenwärtigen Sommerszeit eine äußerst günstige Teilnahme. Dieser zahlreiche Zuspruch ist jedoch nicht als bloße Folge der Gesellschafts-Wagen zu betrachten, welche zur Bequemlichkeit der Badelustigen kürzlich errichtet worden sind, derselbe ist vielmehr der immer kräftigeren Überzeugung zuzuschreiben, daß die Übung des Schwimmens und das Baden im Flußwasser einen ungemein wohlthätigen Einfluß auf die Gesundheit behauptet.

Das umfangreiche Badeschiff befindet sich im sogenannten Kaiserwasser, also im reinsten Donau-Arme, und hat in allen Teilen eine musterhafte Einrichtung aufzuweisen, welche jedem ähnlichen Etablissement anzuempfehlen wäre. Das Ganze besteht aus der Damen-Schwimmschule und aus den Badebehältnissen für Herren und Damen, welche in Voll- und Einzeln-Bäder eingeteilt werden. Für Sicherheit und Bequemlichkeit sind allenthalben die zweckdienlichsten Vorkehrungen getroffen worden, ebenso für die Erholung der Badegäste, indem vor dem Schiffe ein einladender Wirthshausgarten angelegt ist, in welchem man mit warmen und kalten Getränken bedient werden kann.

Die neu errichteten Gesellschafts-Wagen sind vor dem Rothenthurmthore rechts aufgestellt und fahren alle Stunde nach dem Badeorte und wiederum zurück. Für Fußgänger ist am Ende des k. k. Augartens ein sehr angenehmer Weg bis zur Badeanstalt angelegt. Derselbe führt durch die baumbepflanzte Aue, ist mit Pappelbäumen und Strauchwerk bezäunt, und mit Ruhebänken versehen. Über die schilfbewachsenen Donauweiher sind luftige Stege gebaut, von welchem Standpunkte die Umgegend das Ansehen eines englischen Parkes gewinnt, und daher als ein Beitrag zur Verschönerung Wiens betrachtet werden darf.

Klaus Doblhammer

Öffis sind für alle da!?
GTVS Vereinsgasse: ein junger Vater bringt seine Tochter zur Schule. Damit macht er sich strafbar - er hat nämlich keinen Fahrschein. Er hat auch keinen Mobilpass und schon gar keine 103,-- Euro um die Strafe fürs Schwarzfahren begleichen zu können.

Der junge Vater ist Flüchtling und es ist genau die Situation, die unser Bürgermeister in der Pressekonferenz nach der SPÖ-Klausur am 26.1.2016 geschildert hat. "Wir wollen die Frage der Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel durch Asylwerber bald lösen" hat der Herr Bürgermeister gesagt. Dafür wurde er von HEUTE geprügelt - die Leserbriefe stehen heute noch online, aber passiert ist nichts. Der junge Vater fährt mit seinem Flüchtlingsbetreuer nach Erdberg, um die Sache zu bereinigen. Die Wiener Linien kommen ihm mit einer Ratenzahlung von 3,-- Euro monatlich bis ins Jahr 2019 entgegen, Verschuldung für die nächsten 3 Jahre.

Ein Sportverein bietet Flüchtlingskindern seinen Platz an. Zwei Ehrenamtliche stellen sich zur Verfügung, um die Kinder zu begleiten. Der Bus der Wiener Linien hält genau vor der Unterkunft - wo die Kinder auch bleiben, weil sie die Fahrscheine nicht bezahlen können.

Ich bin Fan der Wiener Linien, habe seit Jahren eine Jahreskarte und kümmere mich daher nicht um die sonstigen Ticketpreise. Ich will auch nicht SchwarzfahrerInnen generell pardonieren. Wer es sich leisten kann, soll ein Ticket kaufen. Aber wir leben in einer Zeit, in der wir wieder Sozialmärkte brauchen und folgerichtig auch Sozialtarife für öffentliche Verkehrsmittel.

Die Geschichte mit den Kindern hat mich so beschäftigt, dass ich nach Rückfrage bei den FlüchtlingsbeteuerInnen nach Erdberg gefahren bin, um die Formulare für die Schülerfreifahrten zu holen. Dort wurde mir mitgeteilt, dass ich um Jahre zu spät komme: das Schülerfreifahrtsticket gibt es nicht mehr! Ich gehöre zu der Generation, die noch die Jubelschreie bei Einführung der Schülerfreifahrt im Ohr hat und jetzt wurde sie ohne Aufschrei in den Medien abgeschafft? Nicht abgeschafft, erklärt man mir. Es gäbe jetzt ein Jugendticket um 19,60 Euro mit dem man an Schultagen von daheim zur Schule und zurückfahren könne, und das könne man problemlos upgraden zum Top-Jugendticket um weitere 60,-- Euro. Problemlos für jede Mehrkind- und Flüchtlingsfamilie?

Inzwischen gibt es einige private Initiativen, die für unsere armen Öffis sammeln. Im "Tachles" steht seit Herbst eine Spendenbox für mehr Mobilität der Flüchtlinge, das Literaturbuffet Lhotzky sammelt Fahrscheine und IntegRADtion und REF-CYCLE sammeln alte Fahrräder und Roller. Trotzdem brauchen wir eine generelle Lösung dieses Problems.

Inzwischen haben Flüchtlingsorganisationen unglaublich hohe Schulden bei den Wr. Linien, weil die von mir beschriebenen Situationen keine Einzelfälle sind, zu denen man sie kleinreden will. Ich habe bei der SPÖ Wien nachgefragt, wie weit man in den Verhandlungen ist, aber bisher keine Antwort erhalten. Ich werde also grummelnd Fahrscheine kaufen und weiterleiten, auch wenn ich das gar nicht einsehe.

Sissi